Chronik der KSK Reischach

Die Krieger- und
Soldatenkameradschaft Reischach
Die aus den Feldzügen von 1866 und 1870/71 heimgekehrten Soldaten aus dem Pfarrgebiet von Reischach und näherer Umgebung schlossen sich Mitte des Jahres 1873 zusammen und gründeten in Reischach einen „Krieger- und Veteranenverein. Zum Vorstand wurde damals der Schreiner Georg Edmaier, zum Kassier Michael Irperdinger, beide aus Reischach und
zum Schriftführer der Perseis-Bauer Jakob Bachmaier von Oberthal gewählt.
Schon am 23. Oktober 1873 fand die Weihe der ersten Vereinsfahne statt, wozu das Bischöfl . Ordinariat Pas-sau am 20. Oktober 1873 die ober-hirtliche Erlaubnis gab, worum es bereits am 5. Juli 1873 vom Verein gebeten wurde.
Am 26. Juni 1878 stiftete der Wirts-und Bierbrauerssohn Georg Sedl-meier von Reischach einen 68 Zentimeter hohen, 5 Kilogramm schweren, prächtigen zinnernen Humpen, in welchem die Namen aller damaligen Vereinsmitglieder, 85 an der Zahl, eingraviert sind. Am 10. Dezember 1880 erfolgte vom Verein die Stiftung eines sogenannten ewigen Jahrestages (an einem bestimmten Tag jährlich in der
Pfarrkirche abzuhaltender Gedenk-gottesdienst). Das Stiftungskapital dafür betrug 300 Mark. 1923 wurde diese fromme Stiftung ein Opfer der Inflation; doch ungeachtet dessen wurde der Gottesdienst am sogenann-ten Haupt- oder Jahresfest der Krie-ger- und Veteranen von Reischach weiterhin auch während des zweiten Weltkriegs alljährlich abgehalten bis zum heutigen Tag.

Am 14. Mai 1893 erfolgte die Weihe einer zweiten Vereinsfahne. 1897 wurde zusammen mit dem katholi-schen Burschenverein Reischach eine „Donnermaschine“ (Salutkanone) angeschafft.
Während des Ersten Weltkriegs (1914-1918) ruhte der Krieger und Veteranenverein Reischach, wurde dann aber im Februar 1919 wieder aktiviert.
1921 ließ der Reischacher Pfarrer Jo-hann Schermer auf seine Kosten eine schöne hölzerne Gedenktafel, an die im ersten Weltkrieg Gefallenen, an-fertigen und in der Pfarrkirche auf-stellen. Dieses Kunstwerk ist heute noch gut erhalten.
Am 21. Mai 1922 wurde dann das derzeitige, von der Familie Huber und Söhne in Schönberg bei Neumarkt a. d. Rott geschaffene Kriegerdenkmal an der Süd-Außenwand der Pfarrkirche enthüllt und benediziert (gesegnet). 1923, am 10. Juni fand das 50jährige Gründungsfest in Reischach statt. Während des zweiten Weltkriegs ruhte der Verein mehrmals; er ist am 1.Okt. 1951 wieder aktiviert worden. Initiator dazu war Josef Walch aus Reischach. Am 16. Mai 1953 erfolgte nach Renovierung der alten Vereinsfahne die Feier des 80. Gründungsfestes mit
Doppelfahnenweihe zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr ei-Reischach. 1943 zählte der Verein 193 Mitglieder, 1951 dagegen nur noch 150. 1963 ließ der Verein das 1922 geschaffene und 1954 etwas erwei--terte Kriegerdenkmal renovieren und zusätzlich Tafeln für die Vermissten des zweiten Weltkriegs anbringen. Am 17. Juni 1973 fand die Feier des 100jährigen Gründungsfestes des Vereins statt und 1980, am 15.Juni das Jahresfest in Verbindung mit der
1050-Jahr-Feier des Ortes Reischach,
sowie das erste Reservistentreffen
auf Kreisebene.
Am 12. Sept. 1982 erfolgte die Weihe einer neuen (dritten) Vereinsfahne und am 17.Mai 1991 schließlich die Restaurierung und Weihe der sehr schönen zweiten Vereinsfahne von 1893, diesmal im Rahmen einer feier-lichen Maiandacht in der Pfarrkirche mit anschließendem Festzug und Festakt im Gasthaus „Reischacher Hof“. Der Verein, der sich seit 1952 „Krieger- und Soldaten- Kamerad-
schaft", kurz KSK nennt, feiert am 2.Mai 1993 sein 120jähriges Bestehen und weist auf eine stattliche Zahl von 242 Mitgliedern auf. Im April 1999 wurde auf Initiative von Peter Maul aus Reischach, von der KSK sogar eine Böllerschützengruppe (14 Mann) gegründet, die aber bereits am 15. Febr. 2000 zum Schützenverein „Altschützen Reischach e.V" überwechselte und inzwischen ein eigener Verein ist.
back to top..
 
Copyright © 2014 by KSK Reischach